Alle haben ihn,

doch keiner weiss es wirkich:

Gehört Zucker zu den Gewürzen?

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Die Zutaten eines Lebensmittels müssen grundsätzlich auf der Verpackung stehen. Die Lebensmittelinformationsverordnung sieht allerdings einige Ausnahmen vor.

Zusammengesetzte Zutaten, deren Zusammensetzung rechtlich geregelt ist und die weniger als zwei Gewichtsprozent des Endproduktes ausmachen, müssen nicht aufgeschlüsselt werden. Sind in dem Produkt beispielsweise weniger als zwei Prozent Schokolade oder Schokoladenpulver enthalten, müsste der darin befindliche Zucker nicht extra aufgeführt werden.   

Neben zugesetztem Zucker kann Zucker in vielen Zutaten von Natur aus enthalten sein, zum Beispiel in Früchten und Milch.

Es gibt ihn in allen Farben und Formen - und was ist er nun?

Zucker darf sich in der Zutatenliste nicht hinter den Begriffen „Gewürze“ oder „Gewürzmischung“ verstecken, denn diese sind im Lebensmittelrecht genau definiert. Allerdings steht Zucker nicht immer als solcher in der Zutatenliste, sondern unter vielen unterschiedlichen Namen, die zum Teil nur schwer als Zucker zu erkennen sind. Zudem können geringe Zuckeranteile in zusammengesetzten Zutaten stecken, die in Ausnahmefällen nicht aufgeschlüsselt werden müssen.

Gewürze sind definiert als „Pflanzenteile, die als geschmack- und/oder geruchgebende Zutaten zu Lebensmitteln bestimmt sind. Gewürze sind Blüten, Früchte, Knospen, Samen, Rinden, Wurzeln, Wurzelstöcke, Zwiebeln oder Teile davon“. Da Zucker gemäß dieser Definition kein Pflanzenteil ist, sollte es auch nicht als Gewürz bezeichnet werden.

Der Begriff „Gewürzmischung“ ist in den gleichen Leitsätzen definiert als „Mischung, die ausschließlich aus Gewürzen besteht“.

Mögliche Bezeichnungen für Zuckerarten in der Zutatenliste sind beispielsweise Saccharose, Glukose, Dextrose oder Laktose. Auch hinter Begriffen wie Karamellsirup, Gerstenmalz oder Traubenfruchtsüße stecken zuckerreiche Zutaten.

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